AKTIONEN


AKTUELLES und VERGANGENES


"532 freie Lehrstellen im Landkreis Verden..."

... so stand es am 22.April 2018 in der Tageszeitung. Weiter heißt es: "Heute Schüler, morgen Azubi - der Countdown läuft: Rund fünf Monate vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 532 offene Lehrstellen im Landkreis Verden." Vor allem im Gastronomiebereich sei ein großer Anteil von etwa 40 Plätzen bislang unbelegt. Wer also noch ohne "Fahrschein für seine Zukunft" sein sollte, hat mit einer Bewerbung noch ziemlich viele Möglichkeiten offen. Also zögert nicht und schreibt Eure Bewerbungen noch heute. Hilfe dabei können Euch Eure Wirtschaftspaten von emforce geben.

Bildquelle: wikipedia.org


 

 

 

 

SOZIAL IST BUNT

 

 

 

Unter diesem Motto fand am 17. April ab 19Uhr ein Azubi-Info-Tag bei der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen statt. Viele Interessierte konnten sich hier ein Bild von der täglichen Arbeit machen und waren begeistert.

"Die Qualität der dualen Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und/oder Pflegeassistenten (m/w) ist sehr hoch und die anschließenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind riesig. Wir tun viel für unsere Azubis, Bufdis, FSJler und danken ihnen an dieser Stelle, für die breite Unterstützung bei allen Azubi-Kampagnen und -Fotos!" Quelle: Stiftung-Waldheim


Neues von der Mitgliederversammlung von emforce e.V. am 5. April 2018

Nachdem der Vorstand entlastet wurde gab es die obligatorischen Neuwahlen des Vorstandes, bei denen diesesmal mehrere personelle Veränderungen stattfanden:
- Werner Triebel ist von seinem Amt als 2. Vorsitzender zurückgetreten und für all seine grossen Verdienste wurde ihm sehr gedankt. Er bleibt uns weiter als aktives Mitglied erhalten. Als sein Nachfolger wurde einstimmig Stefan Göhring gewählt.
- Ebenso zur Verfügung gestellt wurden die Ämter Schriftführer*In und Leiter*In Öffentlichkeitsarbeit. Den beiden bisherigen Amtsinhabern Frau Kohnen und Herrn Jeite gilt ebenso unser Dank für die geleistete Arbeit. Als neue Personen für diese Ämter wurden Frau Müller (Schriftführerin) und Herr Bischoff (Öffentlichkeitsarbeit) gewählt.

 

Foto von links nach rechts: Dieter Bischoff (Öffentlichkeitsarbeit), Stefan Göhring (2. Vorsitzender), Helmut Rothermel (1. Vorsitzender), Kristina Bischoff (Kassenwartin) und Wiebke Müller (Schriftführerin)


Klassenzimmer trifft Werkbank
08.03.2018, Verdener Nachrichten
Zu viel Lactose? Julian untersucht unter der Anleitung von Rieke Heil (l.) und Martina Flade vom Institut für Milchuntersuchung das Kuhprodukt.
Zu viel Lactose? Julian untersucht unter der Anleitung von Rieke Heil (l.) und Martina Flade vom Institut für Milchuntersuchung das Kuhprodukt. (FotoS: Björn Hake)

Schon fast wie ein Profi zieht die 13-jährige Talia aus Luttum die dunkelgrüne Flüssigkeit mit der Pipette auf. Auch bei der Dichte-Bestimmung macht die Oberschülerin eine gute Figur. Klar kann sie sich vorstellen, nach der Schule eine dreijährige Ausbildung zur milchwirtschaftlichen Laborantin zu machen. Joerg Buermeyer hat das Verdener Institut für Milchuntersuchung am Donnerstag wieder bei der Berufserlebniswelt in der Kirchlintler Oberschule am Lindhoop vorgestellt. Alle zwei Jahre veranstaltet die Bildungseinrichtung in Kooperation mit dem Verein Emforce – Schule trifft Wirtschaft – diese Messe. "Wir müssen die Betriebe in die Schule holen", erklärt Schulleiterin Judith Fahlbusch-Schmidt und zählt nach dem Blick in das Ausstellerverzeichnis sage und schreibe 31 Unternehmen auf, die sich auf der diesjährigen Berufsinformations-Börse im Schulzentrum präsentieren. Es müsse eben nicht immer nur das Abitur sein, auch mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss hätten die Schüler heutzutage gute Chancen in der Jobwelt. Und zwar gerade in Zeiten, in denen die duale Ausbildung noch weiter ausgebaut werde. "Wichtig ist nur, dass die Schüler ein Ziel im Kopf haben und ihren Weg verfolgen", betont Judith Fahlbusch-Schmidt.

Durchlässiges Bildungssystem

Rückendeckung erhält sie von Emforce-Sprecher Stephan Jeite: "Jeder hat die Möglichkeit, sich heute zu bewerben – gerade auch Haupt- und Realschüler. Unser Bildungssystem ist inzwischen so durchlässig geworden, dass niemand mehr auf der Strecke bleiben muss."

Voraussetzung für eine Ausbildung zum milchwirtschaftlichen Laboranten sei allerdings ein gewisses Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern, hebt Joerg Buermeyer hervor. Rund 600 Milchproben wandern bei ihm pro Stunde im Institut durch den Analyse-Automaten. Getestet wird die Milch dort auf ihren Eiweiß-, Fett- und Lactosegehalt. "Ist die Qualität nicht in Ordnung, gibt es später Abzüge beim Milchgeld", erklärt der Fachmann. Er hat sich selbst viele Jahre lang als Wirtschaftspate bei Emforce engagiert und weiß daher, wie wichtig doch die regelmäßigen Treffen zwischen den Schülern und der Wirtschaft sind.

Obwohl sie genauso geschickt mit der Pipette umgeht wie Talia, steht für Aida (14) aus Kirchlinteln fest, dass sie eines Tages Anwältin werden will. Der 13-jährige Max aus Bendingbostel hängt derweil an den Lippen von Christian Richter. Der kocht bereits seit Jahren im Verdener Niedersachsenhof und brennt förmlich für seinen Job. "In diesem Beruf wird es einfach nie langweilig. Ich habe gerade neulich wieder eine Obstsorte entdeckt, die ich bisher noch nie gesehen habe", schwärmt der Koch. Während ihm Max bei der Zubereitung des  Kaiserschmarrns über die Schulter schaut, gelangt der Oberschüler zu folgender Erkenntnis: "Als Koch kann man wirklich prima experimentieren." Der Fachkräftemangel in der Hotellerie und Gastronomie liege vor allem daran, dass die Schüler falsch informiert seien. Natürlich werde dort nach einem Schichtsystem – auch an Sonn- und Feiertagen – gearbeitet, aber die Bezahlung in dieser Branche sei jüngst an andere Berufszweige angeglichen worden, erläutert Richter.

"Welches Schwimmabzeichen braucht man eigentlich, wenn man eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe machen will?", fragt dagegen eine Schülergruppe den stellvertretenden Betriebsleiter des Verdener Erlebnisbades Verwell, Arne Lindhorst. "Ihr solltet schon schwimmen können, Grundkenntnisse im Fach Chemie haben und technisch interessiert sein", antwortet er den Kirchlintler Oberschülern und verrät im nächsten Satz: "Für das Jahr 2019 suchen wir noch Auszubildende." Leon Puls – wie das Handgelenk – aus Jeddingen ist bereits im ersten Lehrjahr und bekommt leuchtende Augen, wenn er von seiner Ausbildung im Erlebnisbad erzählt: "Ich mache Aufsicht, gebe Schwimmkurse, kümmere mich um die Technik, helfe bei der Sauna-Vorbereitung und sitze manchmal sogar an der Kasse."

Der 16-jährige Marius aus Luttum liebäugelt derweil nach der Schule mit dem freiwilligen Wehrdienst. Darüber informiert er sich am Stand des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Rotenburg. "Ich hoffe, die nehmen mich trotz meiner schlechten Augen."


Kein Abitur? Kein Problem!

Sehr gerne stellen die Arbeitgeber auch Haupt- und Realschüler ein. Auf dem Podium von links: Stefan Göhring (Moderator), Wilhelm Soller (Vemag), Bäckermeister Torsten Wöbse, Bürgermeister Wolfgang Rodewald, Dr. Bodo Stange (IHK Stade), Carsten Rosebrock (Thom Metall- und Maschinen) und Werner Triebel (Moderator).

Kirchlinteln - „Zählt nur noch das Abitur? Chancen und Möglichkeiten einer Ausbildung“ lautete das Thema einer Podiumsdiskussion in der Kirchlintler Schule am Lindhoop am Vorabend der Berufsorientierungsmesse. Die Oberschule hatte gemeinsam mit der Initiative emforce dazu eingeladen. Der Abend war für die Schüler sehr informativ – und ihre Eltern erfuhren zum Beispiel, dass ihnen in Sachen Ausbildung eine größere Rolle zukommt, als sie wahrscheinlich gedacht haben.

Die Podiumsteilnehmer Wilhelm Soller (Ausbildungsleiter Vemag), Carsten Rosebrock (Betriebsleiter Thom Metall- und Maschinen), Bäckermeister Torsten Wöbse, Dr. Bodo Stange (Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Stade) und Bürgermeister Wolfgang Rodewald beantworteten zunächst die Eingangsfrage eindeutig: Junge Menschen haben auch ohne Abitur hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Lehrer Stefan Göhring und emforce-Mitglied Werner Triebel. Letzterer erklärte: „Wir haben zu dieser Diskussion eingeladen, weil seit einigen Jahren viele unserer Schüler nach dem Abschluss einen Umweg über Dauelsen machen, der gar nicht notwendig wäre. Wir würden uns wünschen, dass sie die Chancen, die ihnen Industrie und Handwerk bieten, auch nutzen.“

Dr. Dörte Liebetruth, SPD-Landtagsabgeordnete und ehemalige Kirchlintler Schülerin, hatte die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Sie machte den Schülern in Hinblick auf den Fachkräftemangel klar: „Ihr werdet gebraucht.“

Dr. Bodo Stange konnte nur zustimmen: „Viele Handwerksbetriebe suchen dringend Nachfolger. Das ist eine tolle Perspektive.“ Er berichtete über Möglichkeiten, wie auch Hauptschüler im Handwerk aufsteigen und Karriere machen können.

Eine Frage aus dem Publikum, ob es denn nicht stimme, dass die meisten Firmen drei Stapel mit Bewerbern auf dem Tisch hätten, getrennt nach Gymnasiasten, Haupt- und Realschülern, und Erstere bevorzugen würden, verneinten alle auf dem Podium. Dr. Stange hatte einen Tipp parat: „Seht einfach zu, dass ihr aus dem Stapel herauskommt.“ Die Bewerber sollten persönlich vorstellig werden, in einem Praktikum ihre Stärken zeigen.

„Unterstützung der Eltern ist ganz wichtig“

Bäcker Torsten Wöbse erklärte, dass Schulnoten zwar eine gewisse Rolle spielten, er aber grundsätzlich auf etwas anderes Wert lege: „Begeisterung.“ Und die könne man am besten im Rahmen eines Praktikums erspüren. „Einige Tage bei uns mitarbeiten – das öffnet vielen die Augen. Manche stellen fest, dass es nicht das Richtige ist. Aber bei anderen spürt man die Freude an der Arbeit. Und das ist das, was zählt.“

Rodewald erklärte, dass er jeden Bewerber von der Schule am Lindhoop zu einem Gespräch einlade, unabhängig von dessen Noten. Im Gespräch sei ihm wichtig, dass die Jugendlichen authentisch seien und zeigten, dass sie sich im Vorfeld über Ausbildung und Arbeitgeber informiert hätten. „Engagement und Motivation“ seien dabei Schlüsselworte.

Wilhelm Soller berichtete, dass die Vemag auch schwächere Schüler einstelle. „Wir geben ihnen eine Chance, denn oft stellt sich heraus, dass in ihnen unheimliches Potenzial steckt.“ Auch er sieht ein Praktikum als beste Möglichkeit, „sich für den Betrieb interessant zu machen.“

Für die Firma Thom ist ein Hauptschulabschluss oder eine schlechte Note kein Grund, einen Bewerber abzulehnen. Carsten Rosebrock: „Klar muss ein Schüler den Drive haben, ein schlechtes Zeugnis mit Fleiß auszugleichen.“ Vor allem komme es auf praktische Fähigkeiten an: „Wenn einer gerne an seiner Mofa schraubt, dann ist das toll.“ Auch lernschwache Schüler seien zum Bewerbungsgespräch willkommen. „Jeder hat eine Chance verdient.“

Rosebrock erzählte, dass er immer auch die Eltern zum Bewerbungsgespräch einlade. „Wir wollen, dass unsere Auszubildenden dran bleiben, ihre Prüfung bestehen – und dann hoffentlich für die nächsten 50 Jahre bei uns bleiben.“ Doch komme es bei den meisten Auszubildenden irgendwann zu Tiefpunkten und Zweifeln. „Nach der Zwischenprüfung kommt so mancher in ein Tal der Tränen. Und dann brauchen wir Eltern, die ihre Kinder unterstützen und motivieren.“ Deswegen sei es so wichtig, das Elternhaus kennenzulernen. 

rei

Schauen  Sie sich die Fotostrecke von Henning Leeske an:

https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/kirchlinteln-ort60492/kein-abitur-kein-problem-9676840.html


Berufserlebniswelt 7. und 8. März in der Oberschule am Lindhoop

Am  7. März begann die zweitägige Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion in der Aula in der Schule am Lindhoop. Teilnehmer waren Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden die sich im Schwerpunkt der Frage gestellt haben: "Zählt nur noch das Abitur...?"

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die diesjährige Schirmherrin,

Frau Dr. Dörte Liebetruth, SPD-Landtagsabgeordnete und ehemalige Kirchlintler Schülerin. Sie machte den Schülerinnen und Schülern in Hinblick auf den Fachkräftemangel klar: „Ihr werdet gebraucht.“

Sehr gerne stellen die Arbeitgeber auch Haupt- und Realschüler ein. Auf dem Podium von links: Stefan Göhring (Moderator), Wilhelm Soller (Vemag), Bäckermeister Torsten Wöbse, Bürgermeister Wolfgang Rodewald, Dr. Bodo Stange (IHK Stade), Carsten Rosebrock (Thom Metall- und Maschinen) und Werner Triebel (Moderator).

Über 30 Firmen präsentieren sich und ihre Tätigkeiten an der Schule am Lindhoop

Von Auszubildender für Pflegeberufe über das produzierende Gewerbe bis zum Zerspanungsmechaniker wurden die verschiedensten Arbeitsfelder auf der Berufsorientierungsmesse des Vereins emforce in der Schule am Lindhoop vorgestellt. Mehr als 30 Firmen präsentierten ihre Tätigkeiten den Schülern und beantworteten dabei geduldig die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Viele der Unternehmen auf der Messe kamen aus der Gemeinde Kirchlinteln und die Schüler konnten alle in einer Art Schnitzeljagd kennenlernen. So kam es für viele zur ersten Begegnung mit technischen Berufen wie dem Industriemechaniker. Von der Firma Emkon informierte der Azubi Marvin Voß die Schüler und konnte sogar direkt die Bewerbungsunterlagen von einem Schüler entgegennehmen. Er selber sei im ersten Lehrjahr als Industriemechaniker begeistert bei der Sache. Er konnte als Jugendlicher ohne große Hemmschwelle den Schülern einen Eindruck von seinem Beruf vermitteln.

Quelle: Kreiszeitung.de


Brücke zur Wirtschaft

26.02.2018 Verdener Nachrichten
Fliegende Funken: Einmal in der Woche hospitieren die Jugendlichen von der Kirchlintler Schülerfirma Lindworx beim Bendingbosteler Fahrzeugbauer.
Fliegende Funken: Einmal in der Woche hospitieren die Jugendlichen von der Kirchlintler Schülerfirma Lindworx beim Bendingbosteler Fahrzeugbauer. (Fotos: Björn Hake)

Einmal in der Woche tauschen Mathis Drewes (16) und Michel Meyer (15) ihre Schulbücher gegen die Flex und das Schweißgerät. Die beiden Zehntklässler sitzen dann nicht etwa gemütlich in der Oberschule am Lindhoop im Klassenzimmer, sondern gehen in Bendingbostel malochen. Die Firma Schutz Fahrzeugbau kooperiert bereits seit Jahren mit der Abteilung Happy Metal von der Schülerfirma Lindworx. Lehrer und Abteilungsleiter Henning Feyen weiß, dass aus den Schnuppernachmittagen in der Vergangenheit schon etliche Praktika geworden sind. „Früher sind die Väter aus den Nachbardörfern einfach zu uns in die Firma gekommen und haben nach einer Lehrstelle für ihre Jungs gefragt“, erinnert sich Geschäftsführer Jens Schutz. Gut, das Handwerk hat zwar heute immer noch goldenen Boden, aber die, die sich noch dafür interessieren sind inzwischen wirklich rar gesät. Umso wichtiger ist es mittlerweile für Schutz, seine Firma zu präsentieren.

Klar, dass er bei der gemeinsam vom Verein Emforce – Schule trifft Wirtschaft – und der Kirchlintler Oberschule am Lindhoop veranstalteten Berufsorientierungsmesse wieder mit dabei ist. An seinem Stand in der Schulmensa stellt Jens Schutz am Donnerstag, 8. März, ab 8 Uhr das Berufsbild Fahrzeugbaumechaniker vor. Über 30 Unternehmen aus dem gesamten Landkreis Verden haben sich für die schulinterne Berufsbörse unter der Schirmherrschaft von Dörte Liebetruth (Landtagsabgeordnete) angemeldet. „Von kaufmännischen Berufen, über die Ausbildung in der Verwaltung, Jobs im Handwerk bis hin zum sozialen Bereich ist alles vertreten“, freut sich Emforce-Vorsitzender Helmut Rothermel. Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz habe sich ebenso für die Ausbildungsplatzbörse angemeldet wie die Bundeswehr aus Rotenburg. Eingeläutet wird die Veranstaltung bereits am Vorabend, 7. März, mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion. Sie beginnt um 19 Uhr und steht unter dem Motto „Zählt nur noch das Abitur? – Chancen und Möglichkeiten einer Ausbildung“. „Auf dem Podium sitzen an diesem Abend Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden. Auch Kirchlintelns Bürgermeister Wolfgang Rodewald, selbst Emforce-Mitglied, nimmt daran teil“, erläutert Rothermel.

Geschäftsführer Jens Schutz (v.l.) und Emforce-Vorsitzender Helmut Rothermel werben für eine Ausbildung im Handwerk.
Geschäftsführer Jens Schutz (v.l.) und Emforce-Vorsitzender Helmut Rothermel werben für eine Ausbildung im Handwerk. (Björn Hake)

Der Verein Emforce wurde 2007 ins Leben gerufen. Seine Mitglieder haben sich auf die Fahnen geschrieben, Jugendlichen eine Orientierung bei der Berufswahl zu geben und Kontakte zur heimischen Wirtschaft zu knüpfen. Zehn Wirtschaftspaten begleiten die Schüler aus den Klassen 8 bis 10 derzeit während der letzten drei Jahre ihrer Oberschulzeit. Lehrer wie Kirchlintelns langjähriger Konrektor Werner Triebel engagieren sich ebenso im Verein wie Ruheständler oder andere Freiwillige. „Wir verstehen uns dabei als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft“, hebt Rothermel diese im Landkreis Verden einmalige Zusammenarbeit hervor.  Natürlich komme den Wirtschaftspaten dabei ihre umfangreiche Berufs- und Lebenserfahrung zugute. So unterstützt der Brunsbrocker, der ursprünglich aus der Möbelindustrie kommt, die Teenager beispielsweise bei der Lehrstellensuche im Internet, hilft ihnen beim Bewerbung schreiben und stellt mit ihnen Vorstellungsgespräche nach. „Ich habe von der Zusammenarbeit mit den Wirtschaftspaten nur profitiert. Dank ihnen habe ich meinen Traumberuf entdeckt und schließlich auch den richtigen Ausbildungsplatz gefunden“, sagt ein ehemaliger Schüler der Kirchlintler Lindhoop-Schule.

Finn Bleckwedel (19) und Finn Pansegrau (21) machen dagegen schon eine Ausbildung zum Fahrzeugbaumechaniker in Bendingbostel. „Wir stellen vom einfachen Kippfahrzeug über Feuerwehrautos bis hin zu Kühlfahrzeugen für die Lebensmittelindustrie und  Seilwinden-Laster für Ölbohrgesellschaften alles her“, erklärt Jens Schutz. Er hat beobachtet, dass die Auszubildenden inzwischen immer älter werden und es heutzutage mit einem schlechten Hauptschulabschluss immer schwieriger für sie wird, die Berufsschule zu bestehen. Denn gerade für den Beruf Fahrzeugbaumechaniker seien natürlich auch gute Kenntnisse im Fach Mathematik erforderlich. Wie viele andere Ausbildungsbetriebe auch, empfiehlt der Geschäftsführer des Bendingbosteler Unternehmens den Jugendlichen, zuerst ein Praktikum von Minimum zwei Wochen im Betrieb zu absolvieren. Für das Engagement der Wirtschaftspaten um Helmut Rothermel und Werner Triebel findet er nur lobende Worte: „Sie haben bereits zu einer Zeit, als es noch genügend Auszubildende gab, den drohenden Fachkräftemangel erkannt.“ Grundlage der Zusammenarbeit sei das Vertrauensverhältnis, verrät Rothermel, dass er manchmal sogar eine Whatsapp von seinen Schülern bekomme.

 


Vortrag über das Berufsbild des Einzelhandelskaufmann

Am 28. November 2017 hat Herr Nickchen von EDEKA aus Kirchlinteln die Oberschule am Lindhoop besucht und vor 38 interessierten Schülerinnen und Schülern, sowie 6 emforce Paten das Berufsbild des Einzelhandelskaufmann erklärt. Nach einer kurzen Einleitung wurden systematisch die einzelnen Arbeitsbereiche beschrieben. Weiter hat Herr Nickchen die Möglichkeiten von Praktikumsstellen und Ausbildungsplätzen erklärt, und bis hin zu Aufstiegsmöglichkeiten (Marktleiter, Selbständigkeit) alles detailliert erläutert. Er hat die täglichen Aufgaben beschrieben und auch nochmal klargestellt, wie wichtig Praktikas zur Berufsfindung sind.

Anschliessend stellte sich Herr Nickchen den zahlreichen Fragen. Die Schülerinnen und Schüler fanden den Vortrag insgesamt sehr hilfreich, was emforce ermutigt, auch zukünftig Vertreter aus der Wirtschaft zu derartigen Vorträgen in die Schule am Lindhoop einzuladen

Quelle: Text & Foto: emforce


Grüne Taschen mit Schreibmaterial gefüllt - Danke an den Schenker:

Die Firma BMK aus Achim

Etwas irritiert waren die Schülerinnen und Schüler der drei 8. Klassen der Oberschule am Lindhoop, als sie in der Pause im Foyer zusammengerufen wurden, aber die Neugierde und Erwartung überwogen.

Es sollte sich lohnen, denn BMK, Bürovollausstatter aus Achim, hatte sich auf den Weg nach Kirchlinteln gemacht. Im Gepäck: 65 grüne Starterpakete. Neben Bürotechnik und -möbeln versorgt das Unternehmen seine Kunden deutschlandweit mit Bürobedarf.

Dieses Mal waren die Schülerinnen und Schüler an der Reihe. Stifte, Blöcke, Geodreieck und weitere nützliche Dinge beinhalteten die grünen Taschen.

Eine treibende Kraft bei diesem Arrangement war BMK-Mitarbeiterin Christen Krügel, selbst emforce-Patin einer 8. Klasse in der Oberschule am Lindhoop. "Wir finden die Arbeit von emforce sehr wichtig und waren begeistert von den Projekten, die die Kinder und Jugendlichen bei der Schülerfirma Lindworx erarbeiten", so Krügel. Auch künftig werde das Unternehmen die Ideen von emforce unterstützen.

Quellen: Text: Kreiszeitung Verden, Foto: emforce

 


Charity-Teambuildingevent der Nachwuchs-führungskräfte der Volksbank Aller-Weser

Im Rahmen des Talentmanagement-Förderprogramms der Volksbank Aller-Weser organisierten die Teilnehmer eine Kombination aus „Sozialer Tag“ und „Teambuilding“. In Schipkau bei Dresden wagten die Nachwuchsführungskräfte und ihr Coach Oliver Gattermann den „ToughMudder“ Hindernislauf. Pro Person und überwundenem Hindernis spendete die Gruppe einen Betrag an den Verein „emforce e. V.“ aus Kirchlinteln.

Insgesamt konnten die VAW MA+X-Teilnehmer eine Spendensumme von 549 Euro erkämpfen. Letzte Woche fand die Scheckübergabe an den Vorsitzenden des Vereins, Helmut Rothermel, statt. Den Betrag erhöhte der Vorstand im Rahmen des Jubiläumsjahrs der Volksbank Aller-Weser auf 1.250 Euro.

Die Teilnehmer berichteten begeistert von diesem Erlebnis.


"Ich habe eine Zusage" ist die schönste Nachricht für Paten

Sultana und Jonas haben gute Nachrichten für Helmut Rothermel. Sie haben beide ihren Wunsch-Praktikumsplatz bekommen. Den Wirtschaftspaten freut es. - Foto: Raczkowski,   24.04.2017 Kreiszeitung
Kirchlinteln - Sultana strahlt über das ganze Gesicht. „Herr Rothermel, ich hab' einen Praktikumsplatz in einem Drogeriemarkt!“ Das freut den Wirtschaftspaten der 15-Jährigen sichtlich. „Herzlichen Glückwunsch, ich wünsche dir viel Erfolg!“ Auch Sultanas Mitschüler Jonas hat gute Neuigkeiten, er hat ebenfalls einen Praktikumsplatz im Einzelhandel gefunden. „Ich bin gespannt, ob es mir gefällt.“
Helmut Rothermel ist der Vorsitzende des Vereins emforce, der unter dem Motto „Schule trifft Wirtschaft“ in Kirchlinteln Jugendliche bei ihren ersten Schritten ins Berufsleben unterstützt und sie praxisnah an die Arbeitswelt heranführt. Dies geschieht mit Hilfe ehrenamtlicher „Paten“, die regelmäßig die Schüler in Gruppen- oder Einzelgesprächen auf die Zeit nach der Schule vorbereiten. Dabei arbeiten sie eng mit den Lehrern zusammen. „Wir sind sehr froh, dass wir die Paten haben“, sagt Lehrerin Andrea Kohnen.
An der Schule am Lindhoop wird ohnehin viel Wert auf Berufsvorbereitung gelegt. Im Rahmen der Schülerfirma „Lindworx“ lernen die Schüler in vielen verschiedenen Abteilungen neben Holzverarbeitung, Buchhaltung oder Marketing, wie es in der Wirtschaft zugeht. Um einen Job bei Lindworx zu bekommen, müssen sich die Schüler richtig bewerben und Vorstellungsgespräche führen, um in die gewünschte Abteilung zu kommen.
Helmut Rothermel ist nicht nur Vorsitzender des Vereins emforce, er ist auch selbst Wirtschaftspate an der Schule am Lindhoop. Er war 40 Jahre im Außendienst tätig. „Ich hab mich gefragt: Was machst Du jetzt den ganzen Tag? Nur Haus und Gartenpflegen, oder von Fenster zu Fenster laufen, das wollte ich jedenfalls nicht.“ Deswegen habe er nach einer Möglichkeit gesucht, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Ich hab festgestellt, dass ich bei emforce mein berufliches Wissen, aber auch meine Lebenserfahrung jungen Menschen vermitteln kann.“ Zurzeit begleitet er eine zehnte Klasse mit 18 Schülern. Die meisten von ihnen haben bereits einen Platz für ihr Frühjahrspraktikum gefunden.
Zehn aktive Paten gibt es in Kirchlinteln derzeit. Stephan Jeite, ein ehemaliger Pate, jetzt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, erklärt die Vorgehensweise: „Im Idealfall werden die Jugendlichen ab der achten Klasse bis zum Ende ihrer Schulzeit von den gleichen Paten begleitet.“ Diese kämen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, aus dem Kaufmännischen beispielsweise, oder dem Handwerk. Manche sind bereits im Ruhestand, andere stehen noch mitten im Berufsleben. Dementsprechend können einige mehr, andere weniger Zeit investieren. „Und das ist okay so“, sagt Jeite.
In der Arbeit mit den Schülern gehe es zum einen darum, allgemeines Wissen über die Arbeitswelt zu vermitteln. „Man erklärt, wie eine Bewerbung auszusehen hat, oder wie man beim Vorstellungsgespräch auftreten sollte“, so Rothermel. „Zum anderen gibt es aber auch individuelle Gespräche mit den Jugendlichen. Dabei versuchen wir, Stärken und Schwächen zu ermitteln, Vorlieben und Interessen zu erkennen, um herauszufinden, welcher Beruf der Richtige für sie sein könnte.“ Und dann wird es ganz praktisch: Praktikumsplätze werden gesucht. Es sei ein gutes Gefühl, wenn ein Schüler nach dem anderen Erfolg „Ich hab eine Zusage bekommen!“ vermelden könne.
Eine Aufgabe sei es auch, die Schüler immer wieder „wachzurütteln“, sie anzufeuern, sich um Ausbildungsplätze zu bemühen, denn in vielen Betrieben würde die Bewerbungsphase bereits bis zu zwölf Monate vor der eigentlichen Einstellung beginnen. „Ein Jahr – das fühlt sich für einen Jugendlichen ganz anders an als für einen Erwachsenen“, weiß Rothermel. „Die Schüler denken dann leider oft, sie hätten noch alle Zeit der Welt, um aktiv zu werden.“
Den Trend in der Schülerschaft, sich nicht festzulegen, erstmal weiter zur Schule zu gehen, sieht Rothermel kritisch. „Sich an der BBS anzumelden, ist nur dann das Richtige, wenn man genau weiß, was man machen will. Ansonsten bringt es einem nicht wirklich weiter“, ist der emforce-Pate überzeugt.
Den Jugendlichen bei so wichtigen Entscheidungen weiterhelfen zu können, bedeute Rothermel viel. „Außerdem ist es erfrischend, mit jungen Leuten zu tun zu haben.“ Man bleibe selbst jung und beweglich im Kopf. Stephan Jeite ergänzt schmunzelnd: „Und lernt immer neue Ausdrücke.“
Besonders schön findet es Rothermel, wenn zwischen ihm und den Schülern ein Vertrauensverhältnis entsteht. Und richtig glücklich sei er, wenn spät abends noch sein Handy piept, weil er eine Whatsapp-Nachricht bekommt, in der steht: „Herr Rothermel! Ich hab’s geschafft! Ich habe einen Ausbildungsplatz!“ - rei
 

Kontakt Daten

emforce e.V.
Vorsitzender Helmut Rothermel

Adresse:

emforce e.V.

c/o Oberschule am Lindhoop
Schulstraße 3
27308 Kirchlinteln
Deutschland

E-Mail:       Helmut.Rothermel@icloud.com
Mobil:        0172 6722311

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